TRO037 Trojanischer Krieg 4 - Dialektik der Kriegsführung

Ende des Trojanischen Krieges

Heute bringen wir den trojanischen Krieg zu Ende. Mit all den üblichen Dingen, die man so kennt: Achillesferse, Kassandra-Rufe und Trojanisches Pferd. Und nun greifen die Götter ein und da wird es ernst.
Dauer: 2:15:22

Mitwirkende:
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Gemälde: Francisco Collantes - El incendio de Troya

Francisco Collantes – El incendio de Troya

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2 Gedanken zu „TRO037 Trojanischer Krieg 4 - Dialektik der Kriegsführung

  1. Max

    Hallo,

    Danke für Euren Podcast.
    Ich würde in der Analyse noch weiter gehen: mit der Einführung der Kriegslist macht Odysseus auch die Gestalt des Göttergünstlings als Helden überflüssig. Die sind aber ehe alle tot. Nach jahrelangem hin und her und göttlichem Eingriff wird der Krieg von einem Menschen beendet.
    Die großen Helden sind tot, den Göttern das Eingreifen verboten und damit die alte Art einen Kampf wie ein Gottesurteil eins gegen eins abzuwickeln hinfällig.
    Zusammen mit dem Ausgangspunkt des Krieges, ein Mensch wird zum Richter über Götter gemacht, finde ich, deutet sich hier massiv die Odyssee an und der Mensch, der nicht nur Spielball der Götter ist, sondern eigene Wünsche vorbringt und diese auch verteidigt gegen Machthaber, Kontrahenten, Halbgötter und Götter.
    Ich sehe Odysseus auch etwas positiver als Ihr. Er macht, was für die Beendigung des Krieges notwendig ist und die Situation gebietet. Die Grausamkeit und Vernichtung halte ich für Ergebnis des Konflikts um die Hegemonie.
    Meine These ist, dass die Ilias die Frage verhandelt: Was ist das Menschliche und was ist das Göttliche? Und wann ist welches Prinzip im Recht?

    Herzliche Grüße und freue mich schon auf die Fortsetzung

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    1. sthesing Beitragsautor

      Hallo Max,

      ich mag deine Lesart. Allerdings ist Odysseus DER Athene-Günstling überhaupt. Und es ist (zumindest in der traditionellen Lesart) schon auch eine Eingebung von Athene (Kriegsführung mit Köpfchen), die ihn auf die Idee mit dem Pferd bringt.
      Das ändert aber nichts daran, dass deine Interpretationsfolie, in dieser Geschichte nach dem Widerstreit eines menschlichen und eines göttlichen Prinzips zu suchen, mehr als plausibel und sehr interessant ist.

      Danke für die Rückmeldung!

      Antworten

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