TRO026 Schnulze oder Intrige in Auszügen

Abraham 1 - Abram auf Wanderschaft

In der 26. Folge bespreche ich mit Mark den nächsten Abschnitt der Bibel. Hier tritt eine Figur in den Mythos der Hebräer ein, der weithin bekannt ist: Abraham. In dieser ersten Episode zu Abraham erzähle ich allerdings den unbekannteren Teil seiner Geschichte. Diese Geschichte lädt ganz wunderbar zu Spekulationen ein, so dass wir sie sowohl in Richtung von Schnulzen-Soaps, als auch im Rahmen politischer Intrigen interpretieren lassen. Uns hat's Spaß gemacht, hoffentlich Euch auch!
Dauer: 2:04:23

Mitwirkende:
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Mark Bothe
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Stefan Thesing

Tissot Abram's Counsel to Sarai

Shownotes:

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11 Gedanken zu „TRO026 Schnulze oder Intrige in Auszügen

  1. Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Donnerstag, 06.11.2014 | die Hörsuppe

  2. ulfl

    Danke für die – mal wieder – schönen Deutungen und Abschweifungen. Sowas hätte ich damals von meinem Religionslehrer (erzkonservativer kath. Pfarrer) ganz sicher NIEMALS zu hören bekommen 😉

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  3. Janila

    Mir hat diese Folge, gerade weeeegen der vielen Ausschweifungen, mal wieder außerordentlich gut gefallen 🙂 Danke dafür!

    Und ich bin nur durch Zufall über Flattr darauf gekommen, dass Mark noch nen anderen Podcast hat: http://www.gretchenfrage.net – Der theologisch-gesellschaftliche Podcast, das wollte ich hier noch mal mit anderen teilen 😉

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  4. Gunnar

    Zum Thema Aufeinandertreffen von Mensch und Neanderthaler und sprachfähigkeit dieser:
    Mark du erwähnst hier den Cro-Magnon Menschen. Bei diesem handelt es sich bereits um den Homo Sapiens. Er ist keine Unterart/Vorstufe des modernen Menschen, sondern er ist der moderne Mensch. Es ist daher davon aus zu gehen dass diese über eine Sprache verfügten (und über ein mit uns heutigen Homo Spaiens durchaus vergleichbares Denkvermögen)
    Sorry fürs Klugscheißen, das musste raus! 😉

    Viele Dank für den tollen Podcast, weiter so!

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  5. Telos

    Wenn ich die Episode in Ägypten betrachte, fällt mir auf, dass hier offensichtlich zwei Tropes/Mytheme zusammengefasst worden sind. Einerseits das offenisichtliche Motiv „Hebräer ziehen aus Not nach Ägypten“ (was ja auch im Anschluss an die Weihnachtsgeschichte im NT nochmal aufgeriffen wird), andererseits das, auch von Mark erwähnte, „Stammesmutter ist in Gefahr“. welches für mich an dieser Stelle eigentlich das Spannendere ist. Denn diese Geschichte wird, um ein bischen vorzugreifen, mit nur leichten Abwandlungen noch zweilmal erzählt, einmal mit Abraham und Sara (Kap. 20) und einmal mit Isaak und Rebekka (Kap. 26). Das ganze spielt dann nicht mehr in beim Pharao in Ägypten sonderen bei einem König Abimelech in Gerar. [NB: Warum werden eigentlich alle möglichen Lokalfürsten beim Namen genannt, aber der Pharao hat keinen? Dann wäre es viel einfacher zu datieren;)]
    Scheinbar war hier bei der Redaktion, wie auch bei Noah, mehr als eine Version der Story vorhanden und der Plot wichtig genung um sie mehrfach zu erzählen, wurde aber nicht wie bei Noah ineienander geschrieben. Mir erscheint es dann schon so, dass die Episoden bei Abimelech älter sind und der Plot später nach Ägypten verlegt wurde eben um bewusst eine Paralele zum Exodus zu ziehen.

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  6. @zuvielekoeche

    Mir ist gerade beim Hören noch eine weitere Deutungsidee für die Plagen und den Auszug aus Ägypten gekommen. Die „Fremdenfeindlichkeits-Theorie“:

    Abraham und die Seinen sind also auf Geheiß ihres Gottes in ein Land gezogen, in dem ihnen eine große Zukunft versprochen wurde. Sie kommen an und es trifft sie eine Hungersnot.
    Also ziehen sie nach Ägypten, wo sie anscheinend auch sehr gut am Hofe des Pharaos aufgenommen werden.

    Jetzt straft Gott den Pharao und sein Haus mit Plagen. Gehen wir mal davon aus, es hat diese Plagen (analog zu Mose) in Form von Tier- und/oder Wetterphänomenen geben. Da werden sich doch die Ägypter gefragt haben, womit sie das verdient haben. Und das könnte sie auf die „Fremden“ bringen. Sind die nicht auch in ihrer ersten neuen Heimat von der Plage „Hungersnot“ getroffen worden? Muss es dann nicht ihr Gott sein, der Ägypten straft? Da kommen Fremde, heiraten unseren Pharao, leben wesentlich besser am Hof, als der gemeine Ägypter – und bringen auch noch ihre Plagen mit.

    Einschub: An dieser Stelle kann der Pharao auch noch zusätzlich die Ehe zwischen Abraham und Sarah entdecken oder einflussreiche Ägypter finden es heraus und stecken es ihm oder der Pharao hat es schon immer geahnt, aber ignoriert der schönen Frau wegen.

    Auf jeden Fall kommen „die Ägypter“ zu dem Schluss (es könnten das Volk oder „der Adel“ oder auch der Pharao selbst gewesen sein): Der Gott der Hebräer ist schuld an diesen Plagen. Und um sein Volk zu beruhigen und/oder die Plagen loszuwerden sagt er nun zu Abraham: Nimm deinesgleichen und geh hier weg! Offiziell begründen kann er das auch noch wunderbar mit der Lüge rund um die Ehe zu Sarah.

    In der Geschichte hat sich genau dieses Thema ja leider immer wieder wiederholt: „Der Jude ist schuld an den Problemen“. Dieser schreckliche Schluss wurde ja später immer wieder gezogen, um von eigenen Problemen abzulenken und einen Sündenbock zu finden. Vielleicht ging das schon damals los?

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  7. Jochen & Susanne

    Telos hat ja schon erwähnt dass die Geschichte nochmal kommt in Kapitel 20. Und dort habe ich jetzt auch wiedergefunden was ich noch im Hinterkopf hatte von vor einigen Jahren als ich die 5 Bücher Mose mal komplett durchgelesen hatte (uff…):
    Sara ist Abrahams Halbschwester (selber Vater, andere Mutter – es sei denn Abraham schwindelt an dieser Stelle ein zweites mal. Wenn nicht, dann wird an dieser Stelle Saras Herkunft nachgereicht, die ja bei der Hauptgeschichte geflissentlich übergangen wird.

    Wir sind gespannt auf die nächste Folge 🙂

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  8. Arnim Sommer

    Zum Thema Biblische Altersbestimmung:

    Was haltet ihr von meiner These, daß diese hohen Alter ursprünglich ein Umrechnungsfehler sind, und keine Lebensjahre sondern Monate (Monde) seit der Bar Mitzwa anzeigen?

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  9. danker

    David war nicht in der Ordnung Melchisedek, sondern Jesus, das ist keine Erfindung des Mittelalters sondern im NT im Brief an die Hebrärer

    Zitat: Hebräer 7,1 Dieser Melchisedek aber war ein König von Salem, ein Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenging, da er von der Könige Schlacht wiederkam, und segnete ihn; (1. Mose 14.18-20) 2 welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Güter. Aufs erste wird er verdolmetscht: ein König der Gerechtigkeit; darnach aber ist er auch ein König Salems, das ist: ein König des Friedens; 3 ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens: er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit. (Johannes 7.27)

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