TRO004 – 12 Asen, 3 Wanen und ein Aas

Der Götterhimmel der Germanen

In der vierten Folge erzähle ich, wie der Germanische Götterhimmel im wesentlichen Aufgebaut ist, und stelle dabei die 12 Asen, die 3 Wanen, die bei den Asen leben und Loki vor. Im Anschluss wird wieder wild spekuliert, was das alles zu bedeuten hat.
Dauer: 1:46:31
Mitwirkende:
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Shownotes:Thor wades while the æsir ride by Frølich

Um zu erläutern, was ich versuche, da zu erklären hab ich mal ein Schaubild erstellt:
Anwendung der 3-Funktionen-Hypothese auf Griechen und Germanen

 

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7 Gedanken zu „TRO004 – 12 Asen, 3 Wanen und ein Aas

  1. federkralle

    Hallo,
    Eine schöne Zusammenstellung der Götter, von denen man besonders die unbekannten oft nicht einordnen kann.

    Während des Hörens fielen mir ein paar Einzelheiten bei Frigg/Freya auf:

    Friggs Fähigkeiten liegen für mich recht nah bei denen der Nornen.
    Die Nornen legen die Einzelschicksale als Lebensfaden fest, und Frigg als Weberin macht aus den Einzelfäden das komplizierte Gewebe der Gesellschaft. Dazu passt gut zu Ihrer Fähigkeit die Zukunft zu wissen.

    Als Weberin muss Frigg weit vorausblicken um die Muster entstehen zu lassen.
    Dafür ist – wie man beim Weben schnell lernt – ein hohes Maß an logischen Denken und Abstrahieren voraus. Das Weben war bei den Germanen ja schon hoch entwickelt. Besonders die Bänder der Brettchenweberrei mit komplizierten Muster wurden als Borten für Kleider bis nach Ägypten gehandelt.

    Ich vermute deshalb, das bei Frigg das Wissen der Zukunft eher auf Logik basiert.
    Dies steht in einem gewissen Gegensatz zu der Art der “Hellseherei” bei Odin die mir eher magisch-mystisch vorkommt.

    Da hätte eine Parallele bei den griechischen Göttern, wo Athene sowohl fürs Weben als auch Logik zuständig ist.

    Wenn man dann noch Freya als jugendliche Version, Frigg als Mutter und Hel als alte Version einer Göttin sieht , hat man eine Göttin die nicht nur Jugend und Familie abdeckt, sondern auch das Schicksal bestimmt und dann auch den Platz im Jenseits in „Paradies“ oder „Hölle“ zuweist.

    Das dreigeteilte Göttinnen so häufig sind, liegt wahrscheinlich daran, das man die drei Bereiche vor Jugend , Gebärfähigkeit und unfruchtbares Alter bei Frauen eindeutig ternnen kann.
    Im Gegensatz zu Männern, die ja zeugungsfähig bleiben.

    Insgesamt sieht es für mich so aus, als ob die ursprüngliche Frigg/Freya einmal eine mächtige Muttergottheit war, die dann nach dem “Sieg” der kriegerischen Fraktion in den Hintergrund gerückt wurde, aber den Einfluss doch nicht verlor.

    Ich freue mich jedenfalls auf weiter Folgen.

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  2. Adoa

    Ich finde den Troja-Alert wirklich großartig! Eine sehr ausgewogene Mischung aus Fakten und Interpretation.

    Wiedermal eine hervorragende Folge.
    Danke dafür!

    Mich würden ja auch die (antiken) Mythologien weiter entfernter Kulturen noch interessieren: Ägypten, Mittel-/Lateinamerika, Indien, China, Japan. Kennt ihr irgendwelche afrikanischen Schöpfungsmythen?

    Wenn ihr tatsächlich erstmal so viele Schöpfungsmythen besprechen wollt, komm ihr nie mehr zu Troja 😉

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    1. Piers Fletcher (@Fletcher_Piers)

      Vielen Dank für das Kompliment! Was Deine Frage angeht: Wir werden uns in der nächsten Zeit in die Schöpfungsmythen anderer Kulturkreise ein bisschen einlesen und dann besprechen wir die sicherlich auch hier.
      Aber irgendwann lassen wir das wahrscheinlich erst Mal liegen und machen dann bei den Griechen weiter 😉

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  3. Tsvah'iiyr Siukh

    Mit diesem Podcast sind der Erforschung der germanischen Sagenwelt Tyr und Thor geöffnet worden! *badda bum dss*
    Nein, ich fand ihn echt schön, auf jeden Fall mal andere Geschlichten, als die , die man immer so hört. Weiter so!

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  4. vaupeh

    Ich muss jetzt auch mal ein großes Lob abwerfen: Seit einigen Wochen höre ich die Troja Alert Folgen von Anfang an durch und bin ohne Einschränkung sehr angetan. Das Grundprinzip: Erst allgemeine Vorstellung und Grundstein legen und dann “freie Diskussion” funktionert für mich sehr gut und auch die Art und Weise wie ihr das angeht passt sehr gut.

    Als Jugendlicher hatte ich viel griechische und germanische Sagen gelesen und kenne im wesentlichen die angesprochenen Themen und Figuren schon. In dieser Systematik und Gründlichkeit vorgestellt ist allerdings immer wieder was neues dabei und insbesondere die Reflektion anschließend hat mir schon das eine oder andere Aha-Erlebnis beschert (insbesondere die Idee, Wanen und Asen als Metaphern unterschiedlicher Lebens- und Wirtschaftsstile zu begreifen fand ich sehr einleuchtend).

    Also: macht unbedingt weiter so 🙂

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  5. David

    Zum Thema männliche “Fruchtbarkeitsgötter” musste ich direkt an CRE 198 denken, wo vom griechischen Halbgott Priapos die Rede ist. (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Priapos) Im Gegensatz zum germanischen Pendant hat dieser kein großes Schwert, sondern explizit ein großes Gemächt.

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