TRO001 – Die Revolution frisst ihre Kinder

Der Schöpfungsmythos der Griechen

In der ersten Folge erzähle ich den Schöpfungsmythos der Griechen. Hier lösen sich drei Generationen von Göttern gegenseitig ab. Im Anschluss machen wir uns Gedanken darüber, was diese Geschichte über die Kultur(en) aussagt, die sie erzählt.
Dauer: 1:00:38
Mitwirkende:
avatar Stefan Thesing Amazon Wishlist Icon Paypal Icon
avatar Daniel Franz Amazon Wishlist Icon


Francisco de Goya y Lucientes - Saturn Devouring One of his Children - WGA10109

*=Amazon Affiliate Links

Download:

7 Gedanken zu „TRO001 – Die Revolution frisst ihre Kinder

  1. Matthias Fromm (@matthiasfromm)

    Moin die Herren!

    Schöne erste Folge und ein Klassiker mit den Göttern anzufangen.

    Mir ist beim Hören der Folge vor allem (mal wieder) aufgefallen, dass es rund um die Götter erst so richtig spannend wird, wenn man diesen entweder menschliche Züge zugesteht (ihnen also menschliche Beweggründe oder Handlungsmuster unterstellt) oder sie in ein Verhältnis zu den Menschen setzt. An der Stelle also, an dem die küchenpsychologischen und -philosophischen Konstruktionen rund um Macht, Vorteil, Recht, Glauben, Unterwürfigkeit und Freiheit ins Spiel kommen. Selbst wenn man sich diese bei den Göttern untereinander anschaut wird’s erst richtig spannend, wenn man das Wirken dieser Relationen in der Konsequenz zu den Menschen sieht (IMHO).

    Ich freue mich wirklich auf weitere Folgen!

    Cheers,
    Matthias

    Antworten
    1. sthesing Beitragsautor

      Schön, dass es Dir gefallen hat. Du hast recht, und das ist auch Teil der Idee der Show:
      Einerseits die Sagen einfach als Geschichte zu begreifen und sich anzugucken, welche Tropes/Elemente da erzählt werden, und sich andererseits aber auch die Frage zu stellen: Warum erzählt man sich in dieser Kultur diese Geschichte? Und was sagt uns das über diese Kultur?

      Das Schöne ist, dass wir meist außer den Sagen selbst relativ wenig über die entsprechenden Kulturen wissen (zumindest was gesicherte Erkenntnisse angeht). Da lässt sich also herrlich spekulieren! 🙂

      Antworten
  2. Matthias Fromm (@matthiasfromm)

    Noch ein kurzer Nachtrag – das Family Tree Diagram of Greek Mythology von Severino Ribecca kennt Ihr, oder? Sehr schön und schlicht gestaltete Infografik: http://www.rinodesign.co.uk/greekmyth.html

    Irgendwann als ich die Ilias gelesen hab, hatte ich mir mal vorgenommen eine Netzwerkanalyse der griechischen Mythologie zu machen. Ursprünglich wollte ich die Verbindungen über ein Matlab (oder Octave) aus einer Tabelle rendern lassen und dann mit Gephi (gephi.org) visualisieren. Naja, und dann kam Arbeit dazwischen. Seitdem liegt das noch als offener Baustellenschlund irgendwo auf meiner Platte rum. Mal sehen, vielleicht krame ich das mal wieder raus und bastel mal wieder dran rum, wenn ich Eure nächsten Sendungen höre.

    Cheers,
    Matthias

    Antworten
    1. sthesing Beitragsautor

      Ui, nee, das kannte ich nicht. Schöne Darstellung und auf den ersten Blick sind die wesentlichen Akteure drin. Danke für den Hinweis!

      Was Deine eigenen Visualisierungspläne angeht: Ich habe nicht wirklich verstanden, was Du da vorhattest/vorhast. Ein Grund mehr, es in die Tat umzusetzen! 🙂

      Antworten
      1. Matthias Fromm (@matthiasfromm)

        Die Idee ist recht simpel. Man schaut sich die Akteure der griechischen Mythologie an und versucht sie in Beziehung zueinander zu setzen. Wer hatte also mit wem was zu tun – Abstammungen, Auseinandersetzungen, Liebschaften, Verträge, Vereinbarungen, Intrigen, Affären, etc. Das ganze kann man dann schön visualisieren in der Art und Weise wie man Netzwerkanalysen grafisch darstellen kann.

        Brendan Griffen hat das u.a. schon für die philosophischen Ideen gemacht: http://zoom.it/pOav

        Mal sehen, ob ich das irgendwann einmal angehe. 😉

        Antworten
        1. Piers Fletcher (@Fletcher_Piers)

          Phantastische Idee. Ich wär dabei (wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit hab… Hüstel Hüstel). Und wenn wir die Tools dann schon mal zusammen haben, schieben wir gleich noch eine Netzwerkanalyse des Marvel-Universums hinterher…
          Kurze Sidenote: Mir ist beim hören aufgefallen, dass es echt Parallelen zwischen diesen Sagen und den modernen Comic-Universen gibt: Verworrene Geschichten, ungeklärte und sehr merkwürdige Verwandschaftsverhältnisse (adoptierte Stief-Großmutter…) und je nach Erzählung leicht variierende Versionen der Geschichte, deren Kerne aber i.d.R. gleich bleiben.

          Antworten
  3. Pingback: TrojaAlert – Vorsicht viele Götter | netzfeuilleton.de

Kommentar verfassen